The Hills Have Eyes - 2
The Hills Have Eyes II

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Alle Bilder © 2007 Twentieth Century Fox

Regie: Martin Weisz
Darsteller: Daniella Alonso, Michael McMillian, Jessica Stroup, Jacob Vargas, Flex Alexander...
Drehbuch: Jonathan Craven, Wes Craven
Produzent: Wes Craven, Peter Locke, Marianne Maddalena
Musik: Trevor Morris
Länge: 89 min.
Genre:
Horror
Produktion: USA - 2007
Kinostart: AT: 30.03.07 / DE 29.03.2007
Verleih: Centfox
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Nachdem die überlebenden Familienmitglieder Carter des ersten Teils ihr grausiges Schicksal publik gemacht hatten, wird der Sektor 16 von Militär und Wissenschaftlern genauestens untersucht. Das noch junge und frische Team der Nationalgarde unter dem Kommando von Sergeant Millstone wird in das „Krisengebiet“ abkommandiert, um den Wissenschaftlern zu assistieren. Als sie im Camp ankommen, ist dieses allerdings menschenleer und so begibt man sich auf die Suche nach den Forschern. Doch die verstrahlten Minenbewohner sind immer noch da und machen gnadenlos Jagd auf die Soldaten…

Dass sich Hollywood im Remake- und Sequelwahn befindet, ist nun wirklich keine Neuigkeit mehr, und so wurde nach dem erfolgreichen Remake des originalen „Hills Have Eyes“ von Alexandre Aja nun ein zweiter Teil nachgeschoben, an dem der, wenn man so will, Erfinder dieser Reihe, Wes Craven, zusammen mit seinem Sohn Jonathan ebenfalls wieder mitarbeitete. Regie übernahm der gebürtige Deutsche Martin Weisz, dem Publikum vermutlich durch seinen letzten Film „Rothenburg“, der die Geschichte des aus dem gleichen Ort stammenden „Kannibalen“ zum Thema hatte, bekannt.
Somit wären vielleicht nicht gerade ideale, aber immerhin verheißungsvolle Grundvoraussetzungen geschaffen. Doch das Sequel hält weder die Messlatte, die der Vorgänger gesetzt hat, noch genügt es den Ansprüchen, die ein halbwegs intelligenter Kinobesucher stellen kann. Story und Charaktere entpuppen sich als Groteske. Die Protagonisten vermögen zu keiner Zeit auch nur halbwegs vernünftige Entscheidungen zu treffen – ist dies unterschwellige Kritik an der US-Army, die uns das Vater-Sohn Gespann Craven hier auftischen will? Wohl kaum, denn so verkommt der Film leider zur Farce und wirkt unfreiwillig komisch. Dass das Drehbuch mehr Logiklöcher aufweist, als der sandige Boden der Wüste von Arizona (Filmkenner wissen, was ich meine), sorgt ebenfalls wieder für Unterhaltung beim Zuschauer. Wie schafft es Amber beispielsweise, ohne Seil und ohne Ausrüstung alleine zur Gruppe aufzuschließen? Wieso kann einer der Wissenschaftler zwar aus dem Dixieklo kriechen (die ekligste Szene im Film, und dann auch noch ziemlich zu Beginn, damit hat er sein Pulver auch schon verschossen), dann aber kaum mehr einen vernünftigen Satz sagen? Daneben gibt’s noch Genreplattitüden, wie einen Wissenschaftler, welcher der Gruppe den entscheidenden Hinweis gibt und sich danach selbst richtet, oder den „guten“ Höhlenmenschen, der am Schluss die Gruppe (oder was von ihr übrig geblieben ist) rettet.
Wichtig bei einem Horrorfilm dieser Art ist es natürlich, die entsprechende Atmosphäre zu schaffen, ein Unterfangen, das dem Regisseur ebenfalls kaum gelingt. Während im Vorgänger noch Beklemmtheit vorherrschte, die den Zuschauer richtiggehend in den Kinosessel drückte, gibt es in diesem Film kaum Szenen, die nicht vorhersagbar sind und somit keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken. Sobald ein Mitglied aus Sturheit oder Harndrang die Gruppe verlässt, kann man sich schon zusammenreimen, was weiter passieren wird. Dank der durch und durch unsympathischen (na vielleicht nicht ganz, zumindest die zwei Mädels waren okay) Charaktere, denen kaum Tiefe verliehen wurde (das einzige, was wir wissen, ist dass Missy einen kleinen Sohn zu Hause hat), ist einem das Schicksal dieser auch ziemlich egal und so laufen die 80 Filmminuten ohne jegliche Höhepunkte relativ spannungs- und emotionslos am Zuschauer vorbei. Der Soundtrack stimmt gerne mal das Thema des ersten Teils an, was – neben dem irgendwie schon sehr trashigen Titelsong im Abspann – zumindest nicht stört. Die gezeigte Brutalität und Gewalt ist sicher nicht von schlechten Eltern, allerdings sind sehr viele Effekte völlig lächerlich inszeniert. Die Härte und Rauheit des ersten Teils wird auch hier an keiner Stelle erreicht. Und so bleibt am Schluss nur leicht unterdurchschnittliche Standardkost ohne gewollte Höhepunkte, die aber zumindest für ein paar Lacher gut ist. Obwohl – ebenfalls ein beliebtes Genremotiv - mit der letzten Einstellung ein möglicher dritter Teil „angekündigt“ (zumindest nicht ausgeschlossen) wird, würde ich die Verantwortlichen doch bitten, es sein zu lassen. Die Welt braucht nicht noch einen weiteren „geschleckten“, klinischen und wenig ansprechenden „Hills Have Eyes“-Teil.

Gesamtwertung: 

Verfasser: Florian Widegger, 15.03.2007

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