
The fog - Nebel des Grauens

Im Jahre 1871
versenkten die vier Gründungsväter der kleinen Küstenstadt Antonio Bay ein
Schiff auf dem hunderte Menschen waren, die sich in der Nähe der Stadt ansiedeln
wollten.
Als diesen Gründungsvätern zu Ehren jetzt ein Denkmal in der Stadt errichtet
wird, überschlagen sich seltsame Ereignisse. Elizabeth, von Albträumen geplagt,
kehrt wieder in ihre Heimatstadt zurück, wo ihr Exfreund Nick ihr bei der
Spurensuche hilft. Erneut müssen Menschen sterben und als Elizabeth zufällig ein
geheimes Tagebuch findet, erfährt sie von dem grausamen Verbrechen der
Vergangenheit. Doch der Nebel breitet sich schon über die Stadt aus und mit ihm
die Rachegeister der Verstorbenen...
Wer kann diesem Inferno noch entkommen?
Mit eher niedrigen Erwartungen ging ich in dieses Remake eines meiner absoluten
Lieblingsfilme und wohl eines der besten Horrorfilme überhaupt. Ein
vielversprechender Trailer war da auf der einen Seite in meinem Hinterkopf, auf
der anderen die bisherigen schlechten Kritiken und die unterirdischen Imdb
Ergebnisse. Letztere sollten sich bestätigen, denn nach einer halbwegs
spannenden ersten halben Stunde stellt sich neben Langeweile auch noch
unheimliche Debilität ein, der mit einem unsäglich kitschigen Finale die Krone
aufgesetzt wurde. Wo im Originalfilm Spannung durch die unheimliche Atmosphäre
erzeugt wurde, ist in diesem Remake absolut nichts von dieser Atmosphäre zu
spüren: Unbeherzt agieren die Schauspieler von einer Szene in die nächste, ohne
wirklich Akzente setzen zu können - blass ist vor allem Selma Blair, die
eigentlich nichts weiter tut, als mit sexy Stimme durch den Äther zu hauchen.
Uninspiriert gibt sich auch der Soundtrack, der zwar einige Momente des Films
gut unterstreicht, aber nicht im Gedächtnis hängen bleibt (wo doch der
Soundtrack des Originals mindestens ebenso kultig ist wie der Film). "The Fog"
(2005) fehlt es einfach an allem, da kann auch John Carpenter, der als Produzent
"als reine Inspiration vor Ort" (Presseheft) tätig war.
Einzig zu Gute halten kann man diesem Remake, dass es vor Augen führt, dass auch
der Originalfilm seine kleinen Schwächen hatte.
Fazit: Ein weiteres unnötiges Remake für eine neue Generation, die dadurch
hoffentlich wieder die alten Filme zu schätzen lernt.
Zum Langtext (Spoiler ahead!)
Gesamtwertung: 2/10
Für doblmann.de vorab gesehen von: Eduardo d'Amaro
Regie: Rupert Wainwright
Darsteller: Tom Welling, Maggie Grace, Selma Blair, DeRay Davis...
Drehbuch: Cooper Layne
Produzent(en): John Carpenter, David Foster, Debra Hill
Musik: Graeme Revell
Länge: 100min
Freigabe: beantragt ab 12
Kinostart: 12.01.2006
Offizielle HP zum Film:
http://www.thefog-derfilm.de/
Infos bei
IMDB
Infos bei
OFDB
Bild und alle anderen Rechte an Namen, Orten, etc.(c) Sony Pictures
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