Ghost Rider

Bilder zum Film:
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Caretaker (SAM ELLIOTT, r.) kümmert sich um den verletzten Johnny (NICOLAS CAGE).


Roxanne (EVA MENDES ) und Johnny (NICOLAS CAGE) finden wieder zueinander.


Den Teufel mit allen Mitteln bekämpfen: Johnny (NICOLAS CAGE) liefert sich einen verbitterten Kampf mit den Mächten des Bösen.


Der Ghostrider setzt seine Kräfte zum Schutz von Unschuldigen ein.


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© Sony Pictures Releasing

Regie: Mark Steven Johnson
Darsteller: Nicolas Cage, Eva Mendes, Wes Bentley, Sam Elliott, Donal Logue, Peter Fonda...
Drehbuch:
Mark Steven Johnson
Produzent: Avi Arad, Michael De Luca, Gary Foster, Steven Paul
Musik: Christopher Young
Länge: 114 min.
Freigabe: FSK: 12
Genre:
Action, Fantasy
Produktion: USA/2007
Kinostart: AT: 23.02.07
Verleih: Sony Pictures Releasing
Offizielle HP zum Film und Trailer: www.ghostrider-derfilm.de
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Der junge Johnny Blaze (Matt Long) fährt gemeinsam mit seinem Vater Barton (Brett Cullen – und das muss ich ja schreiben – bekannt aus der Fernsehserie „Falcon Crest“) gefährliche Motorradstunts im Zirkus und hat zudem seine große Liebe in der feschen Roxanne (Raquel Alessi, später: Eva Mendes) gefunden. Alles könnte super sein, wären da nicht zwei Dinge: Sein Vater leidet an Krebs, und seine Freundin zieht mit ihrer Familie weg. Es kommt daher nicht ungelegen, dass Johnny eines Nachts der Teufel (Peter Fonda) erscheint um ihm einen Deal vorzuschlagen: Für seine Seele würde sein Vater wieder gesund werden. Und tatsächlich, am nächsten Tag ist der Vater vom Krebs geheilt. Dass der Teufel aber ein fieser Hund ist, wissen wir nicht nur aus allen möglichen Sagen, denn bereits beim nächsten Stuntfahren verunglückt der Vater tödlich…
Jahre später: Johnny (Nicolas Cage) ist mittlerweile erwachsen und einer der waghalsigsten Motorradstuntfahrer aller Zeiten. Und egal wie schwer der Unfall auch ist, Johnny steht immer wieder auf. Anlässlich eines Events trifft er Roxanne wieder und verabredet sich mit ihr zum Abendessen – doch dazu kommt es nicht. Am selben Abend erscheint ihm Mephistopheles wieder, um ihn mit seinem Auftrag bekannt zu machen: Denn kein geringerer als der Sohn des Teufels, Blackheart (Wes Bentley) tritt mit vier Dämonenkollegen an, um seinem Vater Konkurrenz zu machen. Johnny verwandelt sich in der Nacht zum Ghost Rider, einer Sagengestalt, einem brennenden Skelett im Motorradfahrer-Outfit. Auf seinem heißen Feuerstuhl brettert er durch die Straßen um seinen Auftrag zu erfüllen, geleitet von seinem Mentor Caretaker (Sam Elliott), der ebenfalls noch eine Überraschung in petto hat…

GHOST RIDER ist leidlich spannendes Effektkino und möchte auch gar nicht mehr sein. Die Geschichte selbst ist – gerade zu Beginn – extrem kitschig in Szene gesetzt, man erinnere sich nur an die Szene zwischen dem jungen Johnny und Roxanne unter dem Baum, im Sonnenuntergang oder später im Regen, deren Dialoge fast aus dem letzten Rosamunde Pilcher Film stammen könnten. GHOST RIDER hat vor allem in Szenen, in denen keine SFX geboten werden, Probleme, seine dünne Geschichte zu erzählen und wirkt oft albern und cheesy. Die einzig wirklich gelungene Dialogszene findet statt, als Johnny Roxanne von seinem Fluch berichtet – hier können beide Darsteller ihr Talent für subtile Komik etwas unter Beweis stellen.
GHOST RIDER will ja eigentlich ein Superheldenfilm sein, in dem ein Mann, der sich des Nachts in einen ebensolchen verwandelt, auf Dämonenjagd geht. Nun ist meiner Meinung nach gerade dieser Aspekt viel zu schwach herausgearbeitet worden: Bevor es zum finalen Showdown kommt, muss der Ghost Rider gegen vier Kollegen des Bösen bestehen – und die – sagen wir es so – stellen nicht wirklich eine Herausforderung dar. Statt großer Kämpfe ist der Ghost Rider allen von Anfang an stark überlegen und hat lediglich mit Blackheart am Schluss so seine Probleme. Das macht die Kämpfe lediglich optisch schön anzusehen, aber nicht wirklich packend oder mitreißend.
Die SFX sind, wie schon weiter oben angedeutet, wirklich state of the art und als absolut gelungen anzusehen. Sie tragen, neben der gelungenen Musikuntermalung von Christopher Young, der eine interessante Mischung aus Italowestern und Rockmusik bietet (sogar „Für eine Hand voll Dollar“ von Morricone wird zum Ritt durch die Wüste verheizt – das hat Stil) die 114 Minuten des Films, während die Darsteller eher auf Sparflamme agieren. Nicolas Cage ist zumindest sympathisch und ein Garant für plausible Actionfilmleistungen, Eva Mendes schwierigste Aufgabe war es, laut Interview im Presseheft, ständig auf Highheels rumzulaufen – durchaus nachvollziehbar, denn schauspielern kann die gute nicht besonders gut. Highlights sind definitiv Peter Fonda mit majestätischer Stimme als Teufel und Sam Elliott als Caretaker – zwei Darsteller der alten Hollywoodgarde, die dem Film noch eine besondere Würze verleihen.
Auffallend sind – neben unzähligen schon gesehenen Superheldenklischees – auch die vielen Anspielungen auf die „Terminator“-Reihe, die besonders im Finale stark ansteigen: Nicolas Cage steigt lässig vom Motorrad und zückt seine Flinte wie Arnold zu seinen besten Zeiten.

GHOST RIDER ist ein typischer Vertreter des „Hirn aus, Film an“ Kinos, der sich hauptsächlich durch seinen grandiosen Look auszeichnet. Ein bisschen mehr Spannung und Abwechslung hätten sicher nicht geschadet, für einen spaßigen Popcornkinoabend unter Freunden reicht es aber allemal.

Gesamtwertung: 

Verfasser: Florian Widegger, 21.02.2007

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