DUNKELBLAUFASTSCHWARZ
(Azuloscurocasinegro)

Regie: Daniel Sánchez Arévalo
Darsteller: Quim Gutiérrez, Marta Etura, Antonio de la Torre, Héctor Colomé...
Drehbuch: Daniel Sánchez Arévalo
Produzent: José Antonio Félez
Musik: Pascal Gaigne
Länge: 105 min.
Freigabe: -
Genre:
Drama
Produktion: Spanien - 2006
Kinostart: AT: 29.06.07
Verleih: polyfilm
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(Originalplakat)

Jorge ist damit beschäftigt, seinen Vater zu pflegen, der vor ein paar Jahren einen Schlaganfall erlitten hat. Nebenbei jobbt er als Hauswart und beendet sein Wirtschaftsstudium. Die Beziehung zu seiner Nachbarin Natalia ist nicht besonders glücklich, da sie wegen ihres Studiums selbst immer auf Reisen ist. Jorges Bruder Antonio sitzt indessen im Gefängnis und lernt dort bei einem Theaterworkshop die junge Paula kennen. Sie wird von ihren weiblichen Mithäftlingen geschlagen und hat allein den Wunsch nach einem Kind, um auf die Mutter-Kind-Station aufgenommen zu werden. In Antonio findet sie scheinbar den perfekten Vater, doch er verliebt sich so sehr in sie, dass er selbst nicht davor zurückschreckt, Steroide zu sich zu nehmen, um ihren Wunsch zu erfüllen. Eine Überdosis hat zur Folge, dass Antonio selbst zeugungsunfähig wird. Er bringt seinen Bruder Jorge ins Spiel, der Paula schwängern soll.
Auch Jorges bester Freund Israel steckt in der Zwickmühle: Er musste beobachten, wie sich sein eigener Vater von einem Masseur auf ganz besondere Art und Weise verwöhnen lässt und ist sich seiner sexuellen Ausrichtung nicht mehr bewusst.
Paulas und Jorges Beziehung intensiviert sich jedoch und als Antonio entlassen wird, merkt er, dass er sie immer mehr verliert…

Daniel Sánchez Arévalos Langfilm-Regiedebüt gewann drei Goyas (Bester Nachwuchsregisseur, Nebendarsteller und Nachwuchsdarsteller) und wurde auch auf internationalen Filmfestivals mit Auszeichnungen bedacht. Doch trotz der sehr guten darstellerischen Leistungen will der Funke einfach nicht überspringen. Einige Passagen wirken viel zu überladen (die Geschichte um Israel trägt absolut nichts Wesentliches zur Hauptstory bei sondern fungiert eher als Lückenfüller), andere wiederum viel zu vorhersehbar (Dass es zu den Problemen zwischen der Konstellation Jorge-Paula-Antonio kommen würde, ist wohl klar wie die Straße von Gibraltar).
„„Dunkelblaufastschwarz“ ist ein Seelenzustand, eine ungewisse Zukunft, eine Farbe, die wir nicht immer sofort erkennen und die sich abhängig von Licht, Medium und Stimmung verändert“ – so der Pressetext zum Film. „Dunkelblaufastschwarz“ ist eher ein typisches, weitgehend konventionelles, gut gespieltes und doch eher unterkühltes Drama, weder Fisch noch Fleisch, durchaus sehenswert, aber nicht unbedingt. Dunkelblau oder Schwarz – darüber entscheidet wohl eher der Zuschauer…

Gesamtwertung:
 

Verfasser: Florian Widegger, 15.05.2007

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