Die Vorahnung
(Premonition)

Regie: Mennan Yapo
Darsteller: Sandra Bullock, Julian McMahon, Shyann McClure, Courtney Taylor Burness
Drehbuch:
Bill Kelly
Produzenten: Ashok Amritraj, Jennifer Gibgot, Jon Jashni, Sunil Perkash, Adam Shankman
Musik: Klaus Badelt
Länge: 97 min.
Freigabe: -
Genre:
Thriller / Mystery / Drama
Produktion: USA - 2007
Kinostart: AT: 12.10.2007
Verleih: Luna Film
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Linda Hanson (Sandra Bullock) besitzt alles, was man sich wünschen kann: Ein hübsches Haus, zwei wunderbare Töchter und einen liebevollen Ehemann. Sie lebt in ihrer kleinen Welt ohne Sorgen – bis eines Tages ein Polizist an ihrer Tür steht und ihr eine schreckliche Nachricht bringt: Ihr Mann Jim (Julian McMahon) sei bei einem Autounfall ums Leben gekommen. An diesem Donnerstag ändert sich Lindas Leben schlagartig – sie ist natürlich am Boden zerstört. Doch als sie am nächsten Morgen aufwacht, steht ihr Ehemann quicklebendig und putzmunter in der Küche. Sie denkt zunächst, sie habe alles nur geträumt und kann den Tag wieder genießen – doch als sie am Tag darauf aufwacht, ist ihr Mann wieder tot und alles bereit für die Trauerfeier. Den traurigen Höhepunkt erreicht dieser Samstag am Abend, als Linda in eine Anstalt eingeliefert wird. Am nächsten Morgen wacht sie wieder in ihrem eigenen Bett auf – es ist Dienstag! Langsam aber sicher beginnt Linda nachzuforschen, was mit ihr los sei. Ist sie krank oder spielt ihr jemand einen bösen Streich? Oder hat gar das Schicksal selbst seine Hände im Spiel?

Eine total chaotische Woche, die Linda Hanson da erleben muss – so chaotisch, dass sogar der Film hin und wieder mit den Tagen durcheinander kommt: Wenn der Film am Donnerstag beginnt, sollte eigentlich die älteste Tochter eine Gesichtsverletzung haben, die sie sich am Dienstag zugelegt hat, als sie durch eine Glastür läuft. Ist aber nicht.
Zunächst ist nicht ganz klar, warum Linda das Schicksal so widerfährt, wie es ihr widerfährt, erst im letzten Drittel – ausgerechnet als sie Hilfe in einem Gotteshaus sucht – erschließt sich ihr ihre vermeintliche Aufgabe und sie versucht, alles zu tun, um den Tod ihres Mannes zu verhindern. Dass das auf Kosten der Logik und des Raum-Zeit Kontinuums geht, sollte nicht allzu sehr stören, ebenso wie kleinere Nebensächlichkeiten, die zur eigentlichen Story nichts beitragen, aber für ein bisschen Atmosphäre sorgen. Und so sorgt vor allem die erste Hälfte des Films aufgrund ihrer unkonventionellen Erzählweise für Ratespaß beim Publikum. Was passiert als nächstes? Wie geht Lindas Geschichte weiter? Vor allem dank der guten Leistungen von Sandra Bullock, die hier zeigt, was wirklich in ihr steckt, verfolgt man das Puzzlespiel gerne.
In der Schlüsselszene des Films fragt Linda ihre Mutter, ob es das gleiche sei, wenn sie Jim umbrächte oder sterben ließe – ein kleines Detail, das sich erst mit den Schlusssequenzen entfaltet – der Ansatz selbst wird allerdings nicht konsequent verfolgt – selbiges gilt übrigens auch für den „theologischen“ Ansatz ab der Kirchensequenz – wofür man aber eigentlich dankbar sein muss. Überhaupt verliert der Film in den letzten 20 Minuten ziemlich an Fahrt – denn da ist die „Mission“ klar und sämtliche Geheimnisse aufgedeckt. Es geht lediglich um die Beantwortung der Frage, ob Linda das Schicksal ändern kann.
Handwerklich gibt es am Film nichts auszusetzen – die verhältnismäßig günstige Produktion (20 Millionen Dollar) lässt auch kleinere Spielereien mit Weichzeichnern und Aufhellern zu und vor allem der Soundtrack von Klaus Badelt weiß aufgrund seiner Zurückhaltung zu gefallen. Somit ist PREMONITION ein durchschnittlicher Thriller, der vor allem zu Beginn zu unterhalten weiß, dann aber kaum noch Highlights bietet. Eigentlich schade, da die Idee durchaus Potential gehabt hätte!


Gesamtwertung:
 

Verfasser: Florian Widegger, 01.09.2007

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