Clerks 2 - Die Abhänger
(Clerks II)

Regie: Kevin Smith
Darsteller: Brian O’Halloran, Jeff Anderson, Roasario Dawson, Trevor Fehrman, Jennifer Schwalbach, Jason Mewes, Kevin Smith
Drehbuch:
Kevin Smith
Produzenten: Scott Mosier
Musik: James L. Venable
Länge: 97 min.
Freigabe: FSK 16
Genre:
Komödie
Produktion: USA - 2006
Kinostart: DE/AT: 12.07.07 / 31.08.2007
Verleih: Senator
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Über zehn Jahre lang fristeten die beiden Kumpels Randal (Jeff Anderson) und Dante (Brian O’Halloran) im „Quick Stop“ als Verkäufer, bis der Laden eines Tages abbrennt und die beiden bei Mooby’s Fast Food Restaurant anheuern. Ein Jahr später ist Dante mit der süßen Emma (Jennifer Schwalbach) verlobt und will bald in Florida ein neues Leben beginnen. Doch am letzten Arbeitstag geht’s noch mal so richtig rund, wenn Randall und Nerd Elias (Trevor Fehrman) über „Herr der Ringe“ und „Star Wars“ streiten, ein ehemaliger Schulkollege und nun Multimillionär vorbeischaut oder Randall eine Abschiedsparty der besonderen Art organisiert und sich mal eben wegen „Porch Monkeys“ mit einer schwarzen Kundin anlegt. Und wenn Chefin Becky (Rosario Dawson) Dante gesteht, dass sie von ihm schwanger ist… Immer mit dabei natürlich: Jay (Jason Mewes) und Silent Bob (Kevin Smith)…

Mit seinem Film um Jay und Silent Bob löste Kevin Smith in den 90ern eine Welle der Begeisterung aus, der bereits (diesen eingerechnet) fünf Filme folgten: Mallrats (1995), Chasing Amy (1997), Dogma (1999) und Jay & Silent Bob schlagen zurück (2001). Dazwischen gab es auch eine kurzlebige TV Serie, von deren sechs Folgen aber nur zwei im Fernsehen ausgestrahlt wurden. Clerks II ist die „direkte“ Fortsetzung zum ersten Teil und lehnt sich auch stilistisch (schwarz/weiß Anfang) an das Original an. Es sind wieder einmal das Drehbuch und die abgefahrenen Charaktere, die den Charme des Films ausmachen: Randall lässt wirklich keine Gelegenheit aus, um einen lockeren Spruch über die Lippen zu bringen: Egal ob es Behinderte, Frauen, Herr der Ringe Nerds oder Schwarze sind – jeder kriegt sein Fett voll ab und er findet sich dabei auch noch sehr cool. Als Gegensatz fungiert Dante (wie Randall auch im Film sagt, er ist das Yang zu seinem Ying), der zwar ebenfalls nicht auf den Mund gefallen, aber insgesamt etwas ernster angelegt ist. Schließlich ist er es, der im Film eine Entscheidung treffen muss. Kevin Smith ist erneut ein anarchischer Coup gelungen! Während die „typische“ US- Teeniekomödie mit ihren Sex- und was weiß ich was Anspielungen trotzdem immer oberflächlich und brav bleibt, gibt’s hier durchgehend Schläge unter die geschmackliche Gürtellinie – und so funktioniert Clerks II auch ganz gut als Portrait einer perspektivenlosen Generation. Eineinhalbstunden lang sind jede Menge Lachanfälle garantiert, sofern man sich für jede Menge political uncorrectness begeistern kann.

Gesamtwertung:
 

Verfasser: Florian Widegger, 12.07.2007

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