2 Tage Paris
(Deux jours à Paris)

Regie: Julie Delpy
Darsteller: Julie Delpy, Adam Goldberg, Daniel Brühl...
Drehbuch: Julie Delpy
Produzenten: Christophe Mazodier, Thierry Potok
Musik: Julie Delpy
Länge: 96 min.
Freigabe: -
Genre:
Komödie, Romanze, Drama
Produktion: Frankreich - 2007
Kinostart: AT: 17.05.07
Verleih: 3L
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Gerade aus Venedig zurückgekehrt, wollen Marion und Jack noch zwei angenehme Tage bei ihren Eltern in Paris verbringen. Doch so angenehm werden die beiden Tage doch nicht, da Jack in dieser kurzen Zeit mehr über Marions Vergangenheit erfährt als ihm lieb ist. Das Paar sieht sich nicht nur rassistischen Taxilenkern, veganen Engeln, skurrilen Aktkünstlern und amerikanischen Touristengruppen ausgesetzt, sondern vor allem sich selbst…

Julie Delpy ist ein waschechtes Multitalent: Die Frau begann bereits mit 10 Jahren in Filmen mitzuspielen, war in der „Drei Farben“-Trilogie von Kieslowski zu sehen, machte Wien bereits an der Seite von Ethan Hawke in „Before Sunrise“ unsicher, schreibt Drehbücher, führt Regie, und arbeitet zusätzlich noch erfolgreich an ihrer Musikkarriere. In ihrem nunmehr fünften Film, „2 Tage in Paris“ übernimmt sie beinahe alle wichtigen Funktionen und gestaltet diesen Kurztrip ganz nach ihren Vorstellungen:
Die Screwball-Komödie ist von Anfang an ein Angriff auf die Lachmuskeln seiner Zuschauer: Der miesepetrige Jack gibt gleich nach seiner Ankunft in Paris einer Gruppe amerikanischer Touristen (Landsleute) falsche Wegbeschreibungen, Marions Familie sollte sich ebenfalls als äußerst skurril herausstellen. Es ist vor allem die gehörige Portion Sarkasmus des Drehbuches, welche den Film liebenswert erscheinen lässt. Kein Witz wirkt irgendwie platt oder aufgesetzt – man hat jederzeit das Gefühl, die Gags würden von den Charakteren selbst kommen. Dass man auf der anderen Seite auch mit ein paar Stereotypen klar kommen muss, sollte eigentlich nicht stören.
Ab der zweiten Hälfte werden die zwei Tage etwas ernster – die vielen Ex-Bekanntschaften Marions setzten Jack ziemlich zu und er hinterfragt seine Beziehung zu ihr. Wie es ausgeht, soll an dieser Stelle nicht verraten werden, doch Paris ist nicht umsonst die Stadt der Liebe…

FAZIT: Eine grandios gespielte, wunderbar komische Komödie, voller Skurrilitäten, welche zwischenmenschliche sowie interkulturelle Probleme aufzeigt und so lauthals auflachen lässt.

Gesamtwertung:
 

Verfasser: Florian Widegger, 16.05.2007

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