16 Blocks

Lange durften wir warten, jetzt ist es so weit: Bruce Willis wandelt sich vom 08/15-Standardactionhelden zum Darsteller einer sehr vielschichtigen Figur, eine wahre Wohltat im sonst oft gebotenen Action-Einerlei.
Doch alles der Reihe nach: Bruce Willis spielt den heruntergekommenen und alkoholsüchtigen Cop Jack Mosley, der den Standardauftrag bekommt, den Schwarzen Eddie Bunker (Mos Def) zu seinem Gerichtstermin zu bringen. Doch irgendwie gerät auf den Straßen New Yorks alles außer Kontrolle, denn ominöse Killer sind hinter Eddie her, der ja eigentlich nur eine Zeugenaussage machen sollte. Nach und nach kommen so immer mehr Details der Hintergrundgeschichte ans Licht, die sich rund um Korruption im Polizeiquartier dreht und ihr überraschendes Ende über viele Stationen von einer Geiselnahme bis zu den üblichen Schießereien findet...

"16 Block" hebt sich trotz seiner im Grunde schon öfter gesehenen Grundgeschichte doch von der Action-Masse ab: Die Guten sind nicht immer gut, die Bösen haben auch ihre Beweggründe und von allzu hanebüchernen Stereotypen wurde auch abgesehen. Daneben fallen die oft in Echtzeit ablaufenden Sequenzen des Filmes positiv auf und der Film nimmt sich neben den stets solide und glaubhaft inszenierten Actionsequenzen auch viel Zeit für die Charakterentwicklung und emotionale Szenen. Die schauspielerischen Leistungen sind durchwegs schwer in Ordnung, besonders Bruce Willis brilliert durch seine Darstellung des versifften Cops, die wohl die beste seiner Karriere ist.
Wer von NonStop-Action gehörig die Nase voll hat und mal wieder einen etwas intelligenteren Film, der durch und durch fesselt, sehen will, darf gerne zu "16 Blocks" ins Kino gehen. Nur zu lange warten sollte man nicht mehr, denn der Film hat sicherlich schon die Hälfte seiner Kinoauswertungszeit hinter sich und dürfte nicht mehr lange gespielt werden.

Fazit: Kurzweiliger Mix aus Thrill und Action mit vielschichtigen Charakteren und den wohl besten Willis der Geschichte verpassen dem Streifen 4 Kinorollen von 5
(kd)

Gesamtwertung: 

Regie: Richard Donner
Darsteller: Bruce Willis, Mos Def
Drehbuch: Richard Wenk
Produzent(en): Randall Emmett, Avi Lerner, Arnold Rifkin, John Thompson, Jim Van Wyck, Bruce Willis
Musik: Klaus Badelt
Länge: 102 min
Freigabe: ab 12
Kinostart: 20.04.2006
Offizielle HP zum Film: http://www.rtl.de/film/specials/transporter/main.html
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